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Frauenstereotype am Berg: von Mountain-Barbie bis Ledermizzi und Bergheldin, Teil 2
Blog der Berglerin Valeria Hochgatterer

Die Bergheldin
Stark (manchmal stärker als der stärkste Mann), unbeugsam, kompetent (haben Alles drauf was frau in Fels und Eis so braucht), zielstrebig, neugierig, grenzsuchend, nicht aus der Ruhe zu bringen, Kumpelin, Alpha-Frau. Bergretterinnen, Hüttenwirtinnen, Hubschrauber-Notärztinnen, Alpinpolizistinnen und Bergführerinnen passen oft  in diese Gruppe. Status: sie sind (noch) nicht viele und es gibt wenige Vorbilder(innen). Werden von Männern zum Teil begierig aber manchmal auch mit Skepsis betrachtet – sind ihnen auch irgendwie unheimlich. Dass es langsam mehr Bergheldinnen gibt, ist generell und sozio-kulturell für alle Beteiligten (Bergmänner und Bergfrauen) eine starke Leistung. Es ist ja nicht immer bequem eigene Glaubenssätze über Bord zu werfen. Auch nicht wenn es darum geht was typisch Mann, typisch Frau ist. Nachteil: vereinzelt etwas verbissen (also dann eher Bergdistel als Bergheldin), was daran liegen kann, dass sie sich zu ihrem Platz durchbeißen mussten und aus diesem Modus nicht mehr herauskommen. Sehen dann auch andere Frauen oft sehr kritisch. Eher nicht die besten Freundinnen von Mountain-Barbie & Co.
 

Die Gipfelstürmerin
Sie ist die Personifizierung der weibliche Mountain-Attack. Langlaufstecken auch im Sommer, vom Outfit oft ähnlich wie die Mountain-Barbie aber mit substantiell höherem Energieniveau und 100% mehr Eigenständigkeit. 2.000 Höhenmeter als Trainingsstrecke sind normal, die Zeit läuft und daher auch keine Zeit für eine Pause oder ein Plauderer. Vermehrt in Salzburg, noch häufiger in  Tirol anzutreffen. Anderen Frauen manchmal unheimlich, sehen tut man meistens nur eine Staubwolke wie bei Asterix nach seiner Zaubertrank-Einnahme. Macht die Durchschnitts-Bergsteigerin ein bissl neidisch auf diese enorme Kondition. Stark, unabhängig, sexy!
 

Die Alpenkönigin
Sie ist Würde und Eleganz pur. Alles was sie tut hat Stil. Sie erwartet sich Respekt, tut nichts überhastet und lässt sich nicht in die Enge treiben. Manchmal lässt sie sich das Gepäck tragen – nicht weil sie’s selbst nicht könnte, aber weil ihr das einfach nicht entspricht. Sie hetzt nicht und erwartet, dass die Gruppe sich nach ihrem Zeitplan richtet. Da können die anderen um 4:30 Uhr morgens schon fertig angezogen sein für die Hochtour und im Dunkeln draußen zitternd warten. Sie wird sich erst 10 Minuten später zur Gruppe gesellen und unkommentiert ihren Hochtourentag genießen. Potentiell aufkeimenden Ärger der Gruppe findet sie verwunderlich. Gleichzeitig ist die Art wie sie auftritt anziehend und enigmatisch. Wenn sie in die Hüttenstube tritt, drehen sich die Blicke zu ihr …. und sie genießt ihren Auftritt. Kein Grund sich zu verstecken …. Recht hat sie! Das kann frau jedenfalls von ihr lernen.
 

(Berg-)Pipi Langseil
Zopf- und Kopftuch-tragend, immer gut gelaunt, mit kreativen Ideen und Vorschlägen zu Weg-Abkürzungen, immer einen Witz zu erzählen. In der Hütte und in den Pausen unterhält sie die Truppe, was sie anhat ist nicht so wichtig. Vergisst im Winter gerne die Skitourenschuhe oder Felle zu Hause. Kommt mit allen in Kontakt und fängt mit jedem zu plaudern an, ruhige Gipfelrasten sind mit ihr eher unwahrscheinlich. Sie erfährt daher am Weg und im Lager aber auch Alles von allen. Sie plaudert auch noch, wenn sie in der Waschkammer mit 10 anderen Frauen Zähne putzt und gerade den Mund voller Schaum hat, auch wenn sie dann alles mit zurückgelegtem Kopf sagen muss, damit die Zahnpasta nicht rausrinnt. Sie verteilt am Gipfel Gummibären und lacht über ihre kapitalen Stürze beim Skitourengehen. Sie fängt am fünften Regentag einer Hütte-zu-Hütte-Tour oben am Joch im Schneefall mitten im Juli „Que sera sera“…. zu singen an und singt bis es zu schneien und zu regnen aufhört. Sie ist die Hofnärrin die aussprechen kann, was sich andere in der Gruppe oft nicht trauen... und trifft damit meist ins Schwarze.
 

Die Berglerin
Zu guter Letzt sind wir bei der Berglerin angelangt. Wie schon der Name sagt – sie steigt auf Berge (siehe Duden!). In welcher Form auch immer. Sie hat hoffentlich von allen oben genannten Frauencharakteren einen Anteil.

Mann und frau wünscht sie sich als Kameradin, weil man sich auf sie verlassen kann. Sie hat ein Lachen im Gesicht und ist auch unter widrigen Bedingungen gut drauf. Wenn Sie oben am Gipfel steht und die Welt ihr zu Füßen liegt, ist sie tief berührt und fühlt sich mit jeder Faser ihres Körpers lebendig.

 

© Valeria Hochgatterer, www.schrittweite.at – DIE BERGLERIN, Online-Blog der Frauenseilschaft des Alpenvereins Edelweiss

mehr Info zur Frauenseilschaft:
www.alpenverein-edelweiss.at/frauenseilschaft

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