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Kurse, Touren & Reisen

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Die Hermi (Unterer und Oberer Herminensteig) am Schneeberg, bei bestem Kaiserwetter

Abgesehen davon, dass wir mal nicht wussten, warum der Herminensteig denn so heißt, war wenigstens fast schon zu viel Kaiserwetter.

Wobei der Begriff oder die Redensart "Kaiserwetter" angeblich auf Franz Joseph den I. und/oder (je nach Nation) auf Kaiser Wilhelm den II. zurückgeht. Die Fama berichtet, dass immer an deren Geburtstag eben "Kaiserwetter" also "strahlender Sonnenschein" vorherrschte. Imperiales Märchengefasel vermutlich.

Sei so.

Um 08:45 Abmarsch bei der FF Schneebergdörfel. Nach dem Aufwärmstück auf der Forststraße ging's dann bald hurtig bergauf, auf den "Unteren Herminensteig". Der kann's in punkto Steilheit recht brav. Die Kletterstelle (1+; so ist sie angeschrieben; kann aber auch 2 oder mehr sein; liegt im Auge oder der Magengrube des Betrachters) umgingen wir.

Ab da hatten sich schon zwei Grüppchen gebildet, die Neigungsgruppe 1 (NG1) und Neigungsgruppe 2 (NG2).

Nach ziemlicher Wurzelkraxlerei und interessanten Serpentinen durch den Wald kommt man zum südlichen Grafensteig. Das Platzerl bietet sich für eine Verschnaufpause an (Wasserstelle). Nach rechts gewandt erreicht man nach ca. 20 Minuten die Abzweigung auf den "Oberen Herminensteig". Spätestens jetzt empfiehlt es sich die Staberln wegzupacken, denn ab sofort erfolgt vermehrt auch der Einsatz der Vorderfüße in direktem Kontakt zum Fels.

Vielleicht mal gesagt: Fürchten darf man sich nicht am "Oberen Herminensteig". Der Steig ist kein herkömmlicher Wanderweg der so mir nix, dir nix unter den Bergstiefeln erklommen wird.

Die Klassifizierung ist SCHWARZ (eher DUNKELSCHWARZ) und etliche Stellen sind brav ausgesetzt samt ordentlicher Tiefenwirkung.

Manche Beschreibung spricht von "leichter Schrofen-Kletterei", mag stimmen, aber wie alles im Leben ist, was für den einen leicht, für den anderen mit ziemlicher Überwindung verbunden.

Also bitte keinesfalls allein gehen und den Steig auch nicht,  ohne ihn zu kennen, zwecks Theater, oder weil mir so fad ist, im Abstieg erledigen wollen. Runter geht's immer!!!

Die NG1 hatte sich jetzt nochmals aufgesplittert, in NG1A und NG1B. Christine, Natascha und Stephan haben da ordentlich Gas gegeben.

In meinem Verständnis hat der Steig zwei Schlüsselstellen. Einmal die (ich bezeichne sie als) "Räuberleiter" und die "listige Querung" mit Seilversicherung.

Bei der "Räuberleiter" hat Stephan auf die NG1B gewartet um von oben Hilfestellung zu leisten und die "listige Querung" ist durch die Seilversicherung sowieso ordentlich entschärft.

Denn sechs, sieben Meter Querung, leicht überhängend mit schmalem Sims unter den Haxen und einer kleinen Überkopfrille zum Anhalten, kann schon ein wenig Bauchweh hervorzaubern.

Aber danach ist man schon fast oben, am Waxriegel. Den Beginn der Zivilisation merkt man auch am erhöhten Touristenaufkommen, denn quasi ums Eck ist die Bergstation der Zahnradbahn.

NG1A und NG1B hat sich nun auf der Terrasse des Damböckhauses wiedergefunden und mit vereinten Kräften auf die NG2 gewartet. Das hat ein bisserl gedauert. Danke nochmals an Hans, der als "zweiter" Guide die Gruppe betreut hat. Auf Grund des unerhört effizienten Bewirtungskonzeptes des Damböckhauses, haben wir der NG2 nur eine kurze Verschnaufpause gegönnt und beschlossen, zur Nahrungsaufnahme die Station Baumgarten (BUCHTELN!!!) der Zahnradbahn heimzusuchen.

Ich testete Powidl und Marille mit Vanillesauce - höchst empfehlenswert!!!

Nach einem kurzen Stück auf der Zahnradbahnstraße ging's dann nach links über die Trasse der Zahnradbahn (Vorsicht auf den Zug - gar nicht so langsam die Zahnradbahn) hinüber und rasch abwärts durch das Mieseltal.

Grandioses Forststraßenfinale (© Csaba).

Ach ja, fast vergessen. Hans hat's nicht gewusst und hat Csaba gefragt. Der hat's gewusst. Der Herminensteig ist nach "Hermine Kauer" (1880 erste Frau auf dem Ankogel) benannt. Und Danke an Hans und Jörg für die Fotos.

Rainer

 

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Rainer Vogl
Im Alpenverein Edelweiss seit: 2010
Bergwanderführer
Aktivitäten: Wanderungen im Sommer und Winter, Bergwaldprojekte
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